Spezialeinsatzkommandos (SEK) - Aufgaben

Gewährleistung der Einsatzbereitschaft, Aus- und Fortbildung sowie die Betreuung der gesamten Einsatztechnik bilden die Schwerpunkte der Dienstverrichtung.
Festnahme von bewaffneten und besonders gewaltbereiten Personen
Originäre Aufgaben eines SEK sind die Bewältigung von polizeilichen Sonderlagen wie Geisellagen, Entführungen oder Erpressungen. Der Einsatzalltag der Spezialeinsatzkommandos wird bestimmt durch geplante Festnahmen von Straftätern, die bewaffnet sind oder sonst als herausragend gefährlich eingestuft werden. Zugriffe im Bereich des Rauschgift- und Waffenhandels sowie der Organisierten Kriminalität gestalten sich aufgrund der konspirativen Vorgehensweise dieser Täter zunehmend schwieriger.
Immer breiteren Raum in der Aufgabenbewältigung nehmen die sogenannten qualifizierten Bedrohungslagen ein. Die Täter befinden sich aufgrund verschiedenster Gründe in psychischen Ausnahmesituationen und bedrohen einen oder mehrere andere Menschen. In solchen Fällen ist von unberechenbaren Gefährdungsmomenten auszugehen, die in der Regel den Einsatz von Spezialkräften erforderlich machen.
Vielseitig verwendbar
Die Bandbreite der Einsatzaufträge reicht darüber hinaus vom Schutz besonders gefährdeter Personen, über Observationen bis hin zu Fahndung. Die dargestellte Bandbreite der Einsätze macht vor allem eines deutlich: Das klischeehafte Vorurteil vom SEK, deren Mitglieder außer reinhauen, umhauen und abhauen wenig können, hat mit der Realität nichts zu tun. Im Gegenteil. Das SEK heutiger Prägung versteht sich als eine vielseitig verwendbare, operative Serviceeinheit, die - gesteuert von der Koordinierungsstelle und dem Lagezentrum - von jeder Polizeidienststelle des Landes angefordert werden kann.
