Kommando Spezialkräfte (KSK) - Ausbildung
Die Ausbildung der Kommandosoldaten erfolgt in drei Phasen:
Basisausbildung Teil 1
Sie dauert drei Monate, umfaßt das zehntägige Eignungsfeststellungsverfahren, die Vermittlung erster grundlegender allgemeiner Fähigkeiten.
Das Bestehen dieser Phase ist zwingende Voraussetzung für eine Versetzung in das KSK.
Basisausbildung Teil 2
Diese Phase dauert neun Monate und vermittelt spezifische Grundlagen und Fähigkeiten, die die Voraussetzung für die weitere Ausbildung bilden.
Nach Abschluß der Basisausbildung erfolgt die Versetzung in eine der Kommandokompanien.
Teamausbildung
In den Kommandokompanien schließt sich die Ausbildung im Trupp-, Zug- und Kompanierahmen an, die auch die spezielle Ausbildung für die Aufgabe "Retten und Befreien" umfaßt. (u.a. mit Angehörigen der GSG-9)
Im Rahmen der mehrstufigen Ausbildung wechselt der Kommandosoldat regelmäßig zwischen den Truppenschulen des Heeres (unter anderem an der Internationalen Fernspähschule in Pfullendorf, Luftlande-/Luftransportschule in Altenstadt, Gebirgs- und Winterkampfschule in Mittenwald und Fernmeldeschule in Feldafing), den Ausbildungszentrum des KSK und den Kommandokompanien selber.
Hier durchläuft der zukünftige Kommandosoldat mehrere Ausbildungslehrgänge im Combat-Schießen, Nahkampf, Freifallspringen, sowie Spreng- und Sanitätswesen. Der Anteil der Kampfausbildung / Einzelkämpferausbildung im Vergleich zu anderen Ausbildungskomponenten beträgt dabei 30%.
Insgesamt werden 20 Ausbildungsabschnitte an über zehn Ausbildungseinrichtungen durchgeführt. Bewerber der Dienstgradgruppe Unteroffizier ohne Portepee werden in dieser Ausbildungsphase zum Feldwebel ge- und befördert.
Zusätzlich sind gemeinsame Übungen und Trainingseinheiten mit anderen internationalen Spezialeinheiten geplant, u.a. mit den U.S. Special Forces (Green Berets), dem britischen Special Air Service (SAS) und den U.S. Navy Seals.
Im Ausbildungsbereich "Retten und Befreien" werden die Erfahrungen der GSG-9 in die Ausbildung einbezogen. Es ist geplant, einmal jährlich gemeinsame Übungen und Trainingseinheiten mit Angehörigen der GSG-9 und des KSK in diesem Bereich durchzuführen.
Nach Abschluß der insgesamt ca. dreijährigen Ausbildung ist der Kommandooffizier/-feldwebel voll einsatzbereit.
