Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) - Geschichte
Ähnlich den SEKs der deutschen Polizei findet auch die GSG 9 der Bundespolizei ihre Geburtsstunde in dem Geisedrama während der Olympischen Winterspiele 1972 in München.
Bei dem Befreiungsversuch auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck kamen alle Geiseln, fünf palästinensische Terroristen und ein Polizeibeamter ums Leben.
Der damalige Verbindungsoffizier beim Bundesinnenminister Genscher, Oberstleutnant im BGS Wegener, wurde mit der Aufstellung eines Spezialverbandes zur Rettung von Menschenleben in Fällen schwerster Gewaltkriminalität beauftragt.
Im April 1973 meldet Gründungskommandeur Wegener die Einsatzbereitschaft von zwei Einsatzeinheiten der GSG 9.
Am 17. Oktober 1977 bestand die GSG 9 ihre Feuertaufe bei der Befreiung von Geiseln aus der Lufthansa-Maschine " Landshut " in der somalischen Hauptstadt Mogadischu.
1982 Festnahme der RAF-Terroristen Mohnhaupt und Schulz
Bei der Festnahme der RAF-Terroristen Hogefeld und Grams kam es am 27. Juni 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen zu einem weiteren medienträchtigen Einsatz der GSG 9. Hierbei wurde der Polizeikommissar im BGS Newrzella von dem mutmaßlichen RAF-Terroristen Wolfgang Grams ermordet. Grams beging anschließend Suizid.
1993 Beendigung der Entführung einer KLM - Maschine nach Düsseldorf
1994 Beendigung einer Geiselnahme in der JVA Kassel
1994 Beteiligung an der Fahndung nach den Geiselnehmern Albert und Polak
1998 Festnahme des Erpressers der Deutschen Bahn AG
1999 Festnahme des Metin Kaplan in Köln, Festnahme von zwei mutmaßlichen Mitgliedern der Roten Zellen in Berlin, Beteiligung an der Beendigung der Geiselnahme in der Landeszentralbank in Aachen
2000 Beratung der philipinischen Sonderermittlung bei einer Geiselnahme
2001 Festnahme zweier Spione in Heidelberg, Unterstützung bei der Befreiung vier deutscher Touristen in Ägypten, Festnahme von mehreren Terroristen im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September auf das World Trade Center
2002 Festnahme elf mutmaßlicher Terroristen in Deutschland, ebenfalls in Zusammenhang mit dem Anschlag auf das WTC
Da die Masse der Einsätze unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ist dieses nur ein kleiner Teil der geleisteten Einsätze.
Seit ihrem Bestehen hat die GSG 9 an über 1.300 Einsätzen teilgenommen und dabei (offiziell) nur vier Mal Gebrauch von der Schusswaffe gemacht: 1977 in Mogadishu, 1993 in Bad Kleinen und bei zwei weiteren Einsätzen jeweils gegen Kampfhunde der festzunehmenden Personen.
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